Da ich in der letzten Zeit leider nicht dazu kam, möchte ich nun ein kleines Update zu meiner aktuellen Situation geben. Wie so oft im Leben können sich Dinge rasant ändern, worauf man nicht unbedingt vorbereitet ist. In meinem Fall ist das etwas anders, obwohl ich nicht unbedingt mit dem jetzigen Zeitpunkt gerechnet habe. Zunächst einmal sollen das keine letzten Worte sein, denn ich werde auch weiterhin, soweit möglich meine alltäglichen Gedanken hier verwirklichen, aber auch aufrichtig kommunizieren, dass ich mich im wirklich letzten Abschnitt meines Lebens befinde. Ich habe keine Angst vor dem Tod, sondern eher vor dem Weg dahin. Ich habe Angst vor dem Kummer und Schmerzen meine Familie, meiner Freunde und Bekannten. Dies nur als kurze Ausführung.
Leider musste ich nach kurzer Zeit zu Hause wieder stationär aufgenommen werden, da sich mein allgemeiner Zustand, sowie meine Schwellungen von den Füßen bis zum Bauch rasant verschlechterte. Eine Blutkontrolle und ein CT bestätigten dies und natürlich sind die Metastasen auch wieder größer geworden, besonders in Lunge und Leber. Auch in dem Teil der Leber, wo die zweite SIRT-Behandlung hätte stattfinden sollen. Über das Wochenende stellte sich keine Besserungen ein und am Montag dem 31.01. eröffnete mir mein behandelnder Arzt, dass es perspektivisch gesehen, keine Möglichkeit mehr gibt mit Therapien wie Chemo oder der SIRT gegen den aggressiven Tumor und Metastasen anzukämpfen, weil nicht mehr genug gesundes Gewebe vorhanden ist. Meine Leber beginnt bereits zu versagen. Ich habe mich dann selbst und später auch bei einem Gespräch mit meinen Eltern und Arzt dazu entschieden in ein Hospiz zu wechseln, um dort unter schmerzfreier Betreuung dann den Weg zu Ende zu gehen. Dort bin ich heute angekommen und freue mich, dass alles so nahtlos und kurzfristig geklappt hat. Weitere Optionen wären Palliativ-Stationen in Kliniken gewesen, aber von der Klinikatmosphäre hatte ich in den letzten Jahren genug und auch das Besuchsprozedere ist so einfacher. Ich fühle mich hier sehr wohl und denke, dass ich noch eine gute Zeit haben werde. Ich freue mich auf meine täglichen Besuche und das Wissen jetzt im Klaren zu sein. Das mag sich im ersten Moment komisch anhören, aber die Gewissheit gibt mir eine gewisse Ruhe und Klarheit in meinen Gedanken, auch wenn die Telefonate, die ich seit dem führte, alles andere als einfach waren. Jetzt habe ich noch Zeit diverse Dinge zu regeln, damit alles hoffentlich reibungslos verläuft. Passt auf euch auf!

Eine Antwort zu “Die Zielgerade – Triggerwarnung”
Mir fehlen die Worte 😔
Bleib so stark wie du bisher warst. Du bist ein toller Mensch🙏🏼
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